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Zehn Jahre lang, von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Überführung des letzten Fundstücks ins Museum, hat der Fotograf Harry Burton die Arbeiten im Grab von Tutanchamun lückenlos dokumentiert. Erst seine fantastischen Bilder haben dem Pharao wirklich Unsterblichkeit verliehen.
Das Metropolitan Museum hatte Burton als Grabungsfotograf zur Verfügung gestellt, er war «Carters Auge und Gedächtnis». Unermüdlich pendelte er mit seiner riesigen Kamera und den unhandlichen Negativplatten zwischen der Fundstätte, seinem Labor, das er sich im Grab von Sethos II. eingerichtet hatte, und seiner behelfsmässigen Dunkelkammer im benachbarten Grab (Nr. 55). Das Ergebnis seiner Arbeit sind 2800 grossformatige Glasnegative, die sämtliche Fundobjekte, ihre Lage im Grab sowie jeden einzelnen Arbeitsschritt der Ausgräber lückenlos und mit höchster Präzision dokumentieren. Dank ihnen ist Burton, den Carter wie kein zweites Teammitglied stets geduldig und bedingungslos gefördert hatte, der erste und bis heute einzige Fotograf, der es auf archäologischem Gebiet zu Weltruhm gebracht hat.
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